Die Rolle der Leihmutter in der Leihmutterschaft

durch (psychologin), (embryologin) Und (babygest staff).
Aktualisiert am 29/08/2019

Die Leihmutter ist die Frau, die anbietet, das Baby einer anderen Person oder eines anderen Paares im Zuge der Leihmutterschaft zu bekommen. Allgemein ist sie bekannt als Leihmutter, Mietmutter, Ersatzmutter oder seltener Surrogatmutter. Die Bezeichnung Leihmutter kommt daher, dass sie ihre Fähigkeit, Mutter zu werden, an andere Personen "verleiht". Sie stellt deshalb trotz des Begriffes "Mutter" nicht die zukünftige Mutter des Kindes dar.

Obwohl jedes Land seine eigenen Bedingungen zur Aufnahme einer Leihmutter festlegt, gibt es einige allgemeingültige Bedingungen, die wir in diesem Artikel aufzeigen.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Allgemeine Bedingungen

Um als Leihmutter aufgenommen zu werden, müssen einige Mindestanforderungen erfüllt werden:

  • Mindestalter: 18-20, jedoch unter 40.
  • Ein eigenes Kind, das ohne Komplikationen geboren wurde
  • Die Leihmutter muss gesund sein
  • Die Leihmutter muss emotional auf die Leihmutterschaft vorbereitet sein

Das sind die wichtigsten Kriterien für angehende Leihmütter. Es gibt Ländern, die noch andere Anforderungen stellen. Es gibt Orte, an denen die Leihmutter die Zustimmung des Ehepartners benötigt.

In einigen Ländern wird Wert darauf gelegt, dass die Leihmutter aus der Mittelschicht kommt. So wird sichergestellt, dass ihre Motivation nicht rein finanziell ist.

Um festzustellen ob die Interessentinnen als Leihmutter in Frage kommen, werden an ihnen medizinische und psychologische Tests durchgeführt. Normalerweise werden nur 50% der Bewerberinnen im Leihmutterschaftsprogramm aufgenommen.

Das Profil der Leihmutter

Unter Berücksichtigung der von uns genannten Anforderungen kann man sagen, dass das häufigste Profil der Leihmutter der einer jungen Frau zwischen 20-35 Jahren entspricht, die selbst mindestens ein Kind hat, gesund ist, keine Eintragungen im Vorstrafenregister vorweist und eine solidarische Grundhaltung an den Tag legt.

Normalerweise haben Frauen, die als Leihmutter arbeiten möchten, eine Arbeit. Es gibt aber auch Hausfrauen die sich dafür interessieren. Auf jeden Fall ist ein überdurchschnittlicher Lebensstandard wichtig, und sich deshalb nicht aus rein finanzieller Not diesem Prozess unterziehen.

In einigen Ländern wie die USA zum Beispiel, ist die Auswahl der Leihmutter gegenseitig, das heißt, dass die Leihmutter die Wunscheltern aussuchen darf und umgekehrt.

In diesem Sinne gibt es einige Leihmütter, die ihre eigenen Vorgaben haben. Zum Beispiel gibt es Frauen, die nur für heterosexuelle Paare oder für ihre eigene Landsleute austragen möchte.

Auf der anderen Seite gibt es Länder, in denen die Leihmutteragentur dafür zuständig ist, die Leihmutter an die jeweiligen Wunscheltern zuzuweisen.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Bezug auf die Leihmutter ist die Beziehung, die die Eltern während der Schwangerschaft zu ihr haben werden. Es gibt solche, die eine echte Freundschaft eingehen und die Leihmutter als Familienmitglied betrachten, und solche, die ihre Beziehung aufs nötigste einschränken, damit der Prozess ohne Komplikationen abläuft.

Gründe warum Frauen als Leihmütter arbeiten

Auch wenn in den USA der Grund wirtschaftlicher Natur sein mag, ist die Bezahlung im Verhältnis zum Lebensstandard nicht Anreiz genug, um als Leihmutter zu arbeiten. Daher haben Frauen, neben der finanziellen Unterstützung, starke altruistische oder solidarische Beweggründe warum sie als Leihmütter arbeiten möchten.

In Kanada ist die kommerzielle Leihmutterschaft verboten weswegen die "Ersatzmütter" keine finanzielle Entschädigung bekommen. Der einzige Grund warum sie als Leihmütter arbeiten ist rein solidarisch. Jedoch darf die Leihmutter durch die Schwangerschaft anfallenden Unkosten geltend machen.

In Ländern wie Russland, die Ukraine, Thailand und Indien arbeiten die Frauen meist aus finanziellen Gründen als Leihmütter.

Vor allem in Thailand und Indien, wo der Lebensstandard sehr niedrig ist, sind viele Frauen der Armut ausgesetzt und sehen deshalb die Leihmutterschaft als eine Möglichkeit, ihren Lebensstandard zu erhöhen. Diese wirtschaftliche Not führte zur Ausbeutung der Frauen, die rein als "Gebärmaschine" angesehen wurden. Deshalb beschlossen die Regierungen eine Gesetzesänderung zur Leihmutterschaft um so den "Handel" damit zu unterbinden.

Fragen die Nutzer stellten

Kann die Vorstellung, einen fremden Embryo auszutragen und das Kind nach der Geburt abzugeben, psychologische Probleme verursachen?

durch Dr. Amalia Bayonas (psychologin).

Alles hängt von der Persönlichkeit, den Werten, dem emotionalen Zustand und der Einstellung zur Leihmutterschaft ab. Es ist nicht dasselbe, das eigene Kind aufzugeben, als es zu tun, wenn man von Anfang an weiß, dass man mit dem Kind eines anderen Paares schwanger ist. Und es ist nicht dasselbe, es aus rein wirtschaftlichen Gründen zu tun, als es frei, bewusst und mit der Idee, anderen zu helfen, zu tun.

Hat die Leihmutter die Freiheit zu entscheiden, ob sie eine Abtreibung wünscht oder nicht, unabhängig von den Wünschen der zukünftigen Eltern?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Bei der Auswahl einer Leihmutter wird ein Vertrag ausgearbeitet und unterzeichnet, der die Rolle jeder Partei und ihre Verantwortung verdeutlicht. Außerdem wird festgelegt, wie mit dem Schwangerschaftsabbruch verfahren werden soll. In zehn Jahren war es noch nie der Fall, dass ein paar Absichtseltern, deren schwangere Frau sich zum Abbruch entschlossen hat, ohne dass dies vorher klargestellt wurde oder dass diese Option vertraglich vereinbart wurde. Die Leihmütter werden einer ausreichenden Anzahl von Tests unterzogen, um die Sicherheit und Risikofreiheit bei allen Entscheidungen der Wunscheltern zu gewährleisten.

Was verdient eine Leihmutter?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Je nach Land kann eine Leihmutter zwei Arten von Beträgen erhalten:

  • Kompensationen: sind solche, die dazu bestimmt sind, die Kosten zu decken, die ihr möglicherweise entstehen (Kleidung, Reisen, Versicherungen usw.)
  • Vergütungen: die Gebühren, die genau genommen für die Erbringung dieser Dienstleistung anfallen, die tatsächlich von der Leihmutter erhoben wird. Sie kann von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen, zum Beispiel von 9 bis 15.000 Euro in der Ukraine bis 20 bis 40.000 Euro in den USA. Vergütungsbeträge sind in bestimmten Ländern, wie z.B. Kanada, verboten, wobei die Leihmutterschaft nur altruistisch ist.

Was ist eine Leihmutter?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Der Begriff Leihmutter bezieht sich auf eine Frau, die das Kind einer anderen Person austrägt.

Kann ich bei HIV Leihmutter werden?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, dass die Leihmutterschaft während der Behandlung gesund ist, und keine Krankheiten hat, die ein Risiko für die Schwangerschaft darstellen. Deshalb werden Kandidaten mit HIV ausgeschlossen.

Was passiert, wenn die Leihmutter ihre Meinung ändert?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Ändert die Leihmutter vor dem Embryotransfer ihre Meinung, kann die Behandlung problemlos abgebrochen werden, da noch keine Schwangerschaft erfolgt ist. Im Gegenteil, vorher unterzeichnet, müssen die wirtschaftlichen Folgen der Kündigung festgelegt worden sein, d.h., wenn die schwangere Frau eine Art Entschädigung an die Wunscheltern oder die Tests, denen sie unterzogen wurde, zahlen muss.

Falls die Leihmutter während der 9 Monate der Schwangerschaft ihre Meinung ändert, gehen wir nach den Vorgaben des Leihvertrages vor. Wenn sie innerhalb der Abtreibungsfrist ist und die Eltern nichts dagegen haben, kann sie die Abtreibung durchführen. Wenn Sie sich außerhalb der Abtreibungszeit befindet, besteht in einigen Ländern die Möglichkeit, dass die Leihmutter später das Baby behält und andernorts es gibt keinen Platz für Meinungswechsel, denn bei der Unterzeichnung muss die Schwangerschaft durchgezogen und das Baby nach der Geburt zur Welt gebracht werden.

Wie wir sehen können, ist es unerlässlich, dass diese hypothetischen Situationen im Leihmutterschaftsvertrag perfekt beschrieben werden, was zwar unserer Meinung nach unmöglich ist, aber vorkommen kann.

Wo finde ich Inofs zu Leihmütter?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

In den meisten Ländern, in denen die Leihmutterschaft erlaubt ist, gibt es Agenturen, die sich diesem Prozess widmen, in dem Sie alle Informationen über die Anforderungen und Bedingungen im Zusammenhang mit Leihmüttern anfordern können.

Kann sich eine Frau in Deutschland als Leihmutter anbieten?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Die Leihmutterschaft in Deutschland ist nach Embryonenschutzgesetz verboten. Demnach kann sich keine Frau als Leihmutter in Deutschland anbieten, da sie nach deutschem Recht die leibliche Mutter des Kindes wäre.

Kann die Leihmutter das Baby später behalten?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Hängt davon ab, wo der Prozess stattgefunden hat. So ist beispielsweise in Ländern wie den Vereinigten Staaten oder der Ukraine die schwangere Frau gesetzlich verpflichtet, das von ihr geborene Baby aufzugeben, wenn sie zuvor einen Leihmutterschaftsvertrag unterzeichnet hat.

In anderen Ländern wie Großbritannien hat die Leihmutter Zeit zu entscheiden, ob sie das Baby behalten will.

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Literaturverzeichnis

Autoren und Mitwirkende

Dr. Amalia Bayonas
Dr. Amalia Bayonas
Psychologin
Abschluss in Psychologie an der University of Miami, Florida, mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Behandlung psychologischer Aspekte, die sich auf Patienten mit assistierter Reproduktion beziehen und diese betreffen. Durchführung von Workshops und Vorträgen mit Patienten und Fachleuten, Forschungsarbeiten und Präventionskampagnen sowie emotionales Wohlbefinden. Verantwortlich für das psychologische Kabinett des FIV Valencia. Mehr über Dr. Amalia Bayonas
Zulassungsnummer: PV 3734
 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie von der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten menschlichen Reproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
Babygest Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die englische und deutsche Ausgabe von Babygest. Mehr über Romina Packan

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