In welchen Ländern ist Leihmutterschaft verboten?

durch (embryologin) Und (babygest staff).
Aktualisiert am 29/04/2019

In den meisten Ländern ist Leihmutterschaft verboten oder gesetzlich nicht geregelt- nur wenige erlauben ausdrücklich diese Form der Reproduktion.

Länder, die Leihmutterschaft verbieten, können diese Behandlung unter Strafe stellen oder als rechtlich unwirksam betrachten. Jedes Land legt die Maßnahmen fest, die es für angemessen hält.

Leihmutterschaft unter Strafe

Folgende Länder verbieten die Leihmutterschaft und stellen diese unter Strafe:

  • Frankreich
  • Spanien
  • Deutschland
  • China
  • Estland

In den USA sind dies die Bundesstaaten Columbia, Michigan, New York und Washington.

In Frankreich geht man davon aus, dass die Leihmutter die Geburt verschleiert und die Wunschmutter vorgibt, das Kind auf die Welt zu bringen. Diese Handlung ist nach französischem Recht strafbar. So werden Wunscheltern mit bis zu 3 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 45.000€ bestraft.

Außerdem sieht das Gesetz eine Strafe von einem Jahr Gefängnis und bis zu 15.000 Euro für Personen vor, die eine vermittelnde Tätigkeit in der Leihmutterschaft ausüben wie zum Beispiel in Agenturen, Ärzte oder Kliniken der Fall. Die Strafe kann doppelt so hoch ausfallen, wenn die Technik aus wirtschaftlichen Gründen durchgeführt wird.

In China wird neben der Tatsache, dass der Vertrag als ungültig angesehen wird, eine Geldstrafe von bis zu 30.000 Yen festgesetzt und das Ärztepersonal, das die Fruchtbarkeitsbehandlung an der Leihmutter durchführt, wird strafrechtlich verfolgt. Allerdings werden weder die Leihmutter noch die Wunscheltern bestraft.

In Estland werden sowohl für die Leihmutter als auch der Arzt bestraft, der die In-vitro-Fertilisation durchführt.

In Kolumbien müssen Wunscheltern eine Geldstrafe von 10.000 Dollar zahlen oder werden zu einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder beidem verurteilt.

In Michigan können Wunscheltern mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Dollar und einem Jahr Gefängnis verurteilt werden.

In New York beträgt die Geldstrafe bis zu 10.000 Dollar. Darüber hinaus gelten alle Personen, die als Vermittler (Agenturen, Anwälte, etc) in der Leihmutterschaft tätig werden, als schuldig und werden auf die gleiche Weise bestraft.

In Arizona ist die Leihmutterschaft auch strafbar. In Washington hingegen gilt die kommerzielle Leihmutterschaft als Vergehen, während altruistische Leihmutterschaft erlaubt ist.

Rechtsunwirksame Leihmutterschaft

Wie in Deutschland ist auch in vielen anderen Ländern die Leihmutterschaft verboten, und Verträge zwischen der Leihmutter und den Wunscheltern gelten als null und nichtig, da immer die gebärende Frau als die Mutter des Kindes angesehen wird.

In folgenden Ländern sind Leihmutterverträge nach deren Recht unwirksam: Spanien, die Niederlande, Deutschland, Italien, Belgien, die Schweiz, Österreich, Norwegen, Schweden, Island, Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan.

In den Staaten Indiana, Nebraska und Kentucky in den Vereinigten Staaten ist das ebenfalls der Fall. Die Staaten Louisiana, New Jersey, Utha und North Dakota haben jedoch eine Besonderheit, da sie nur die traditionelle Leihmutterschaft für nichtig erklären und die gestationelle Leihmutterschaft nicht im Gesetz berücksichtigen.

Virginia verbietet die Leihmutterschaft nicht, aber in diesem Bundesstaatist eine vorherige rechtliche Genehmigung erforderlich um den Prozess durchzuführen.

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Autor

 Sara Salgado
Sara Salgado
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Molekularbiologie an der Universidad del Pais Vasco (UPV/EHU), mit Masterabschluss in assistierter Reproduktion an der Universidad Complutense de Madrid (UCM). Universitätsabschluss in Genetischer Diagnostik an der Universidad de Valencia (UV). Mehr über Sara Salgado
Auf deutsch angepasst von:
 Romina P.
Romina P.
Babygest Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die englische und deutsche Ausgabe von Babygest. Mehr über Romina P.

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