Leihmutterschaft für deutsche Wunscheltern

durch (embriologin), (projektmanagerin von babygest) Und (babygest staff).
Aktualisiert am 04/11/2019

Die Leihmutterschaft ist in vielen Ländern weltweit legal, wenn auch viele für Deutsche nicht empfehlenswert sind. Viele Deutsche suchen eine Leihmutter in einem Land, das die Behandlung erlaubt. Was sind aber die Vor-und Nachteile jedes einzelnen Landes?

Im Folgenden zeigen wir eine Liste auf mit Ländern, deren geltende Gesetzgebung deutschen Staatsbürgern den Zugang ermöglicht; mit ihren Charakteristiken, Vor-und Nachteilen sowie die Durchschnittsausgaben.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Vereinigte Staaten

Für Deutsche sind die Vereinigten Staaten hauptsächlich aus zwei Gründen das sicherste Land für Leihmutterschaft:

  • Alle Familienmodelle haben Zugang zu dieser Methode
  • Die Anerkennung erfolgt direkt, das heißt durch ein Gerichtsurteil

Außerdem muss noch erwähnt werden, dass deutsche Staatsbürger kein Visum für die Einreise in die USA benötigen, sondern nur die ESTA-Authorisierung (Electronic System for Travel Authorization). Diese kostet 12,52€ und vereinfacht den Prozess enorm. Um mehr über dieses Land zu erfahren, werfen Sie einen Blick auf den Artikel Leihmutterschaft in den USA.

Auswahl des Bundesstaates

Zu beachten ist auch, dass die Vorteile der USA von den Bundesstaaten abhängen, in der die Behandlung durchgeführt wird, da sich die Gesetzgebung in Bezug auf Leihmutterschaft von Staat zu Staat unterschiedlich unterscheidet. Es gibt vier Gruppen:

  • Leihmutterschaftsfreundliche Bundesstaaten mit expliziten Gesetzen, wie zum Beispiel Kalifornien, Connecticut, Nevada, New Hampshire, Texas, Arkansas, Florida, Illinois, Washington oder North Dakota.
  • Leihmutterschaftsfreundliche Bundesstaaten ohne explizite Gesetze, wie zum Beispiel Oregon, Rhode Island, Alabama, Colorado, Hawaii, Kansas oder Maryland.
  • Bundesstaaten in denen Leihmutterschaft möglich, aber Vorsicht geboten ist, wie zum Beispiel Arizona, Idaho, Indiana, Iowa, Montana, Nebraska, Tennessee oder Wyoming.
  • Bundesstaaten die sie verbieten (in einigen ein Straftatbestand), wie Michigan, New Jersey und New York.

In den Leihmutterschaftsfreundlichen Bundesstaaten ohne explizites Gesetz hängt die Vaterschaftsanerkennung vom zuständigen Gericht ab, was den Prozess unsicherer macht. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass diese genauso zuverlässig sind wie die Staaten, die über explizite Gesetze verfügen.

Vaterschaftsanerkennung

Die Vaterschaftsanerkennung wird durch ein Gerichtsurteil zugeteilt - die sogenannte pre-birth ordner. Das bedeutet, dass das deutsche Konsulat die Elternrechte den Wunscheltern unmittelbar zuspricht, ohne dass die Mutter das Kind adoptieren muss, wie es oft in anderen Ländern der Fall ist.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das Kind durch die Geburt automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhält. In den USA gilt das Geburtsortsprinzip ius soli und nicht das Abstammungsprinzip ius sanguinis, weshalb es irrelevant ist, woher die Eltern kommen wenn eine Person auf amerikanischem Boden geboren wird und somit die Staatsbürgerschaft erhält.

Behandlungskosten

Andererseits wiegen die hohen finanziellen Ausgaben für den Behandlungsbeginn in diesem Land schwerer als die große rechtliche Sicherheit, welche die USA bietet. Die Behandlungskosten bewegen sich dort zwischen 80.000 und 240.000 €.

Da es sich um ein privates Gesundheitssystem handelt, muss eine Kranken- und Lebensversicherung für die Leihmutter abgeschlossen werden. Außerdem ist eine Versicherung für das Baby notwendig, was die Behandlung deutlich teurer macht.

Russland

Russland ist eines der wichtigsten Länder für Deutsche, die eine Leihmutter brauchen. Jedoch sollten Deutsche, die wegen einer Leihmutterschaft nach Russland reisen, beachten, dass sie sich mit folgenden Aspekten auseinandersetzen müssen:

  • Das russische Gesetz ermöglicht nur heterosexuellen Paaren und alleinstehenden Frauen den Zugang.
  • Die Elternrechte werden nicht mithilfe eines Gerichtsurteils zugewiesen, die Frau muss deshalb das Kind adoptieren - vorausgesetzt der Vater gilt als der biologische Vater.

Die Behandlungskosten sind um vieles niedriger als die in den Vereinigten Staaten: zwischen 50.000-80.000 €.

Wenn Sie genauer wissen möchten, wie die Lage in Russland ist, lesen Sie hier weiter: Leihmutterschaft in Russland.

Kindschaft durch Adoption

Bei Geburt des Babys ist die Verzichtserklärung der Leihmutter sowie ein von der Klinik ausgestelltes Dokument wichtig, damit der Name der Eltern in die Geburtsurkunde eingetragen werden kann. Das Dokument ist im deutschen Konsulat nur gültig, wenn das Baby mit dem Wunschvater genetisch verwandt ist.

Der größte Nachteil ist, dass die rechtliche Vaterschaft nicht wie in den USA durch ein Gerichtsurteil erteilt wird, weshalb die deutsche Wunschmutter die Schritte zur Adoption einleiten muss, nachdem das Konsulat die Vaterschaft anerkannt hat.

Probleme für alleinstehende Mütter

Obwohl das russische Gesetz alleinstehenden Frauen den Zugang ermöglicht, können deutsche Frauen aus folgendem Grund mit einer Leihmutterschaft keine Kinder bekommen: Die Option ist nicht möglich, da die genetische Verbindung des Vaters bei Eintragung des Babys fehlt, da kein männlicher Partner vorhanden ist. Deshalb kann das Kind nicht als eigenens eingetragen werden.

Das lässt zu der Schlussforderung gelangen, dass Russland somit die ideale Wahl alleinstehender Männer ist: Jedoch ist zu beachten, dass das russische Gesetz es ihnen nicht erlaubt, die Behandlung durchzuführen.

Deshalb ist es mit dieser Methode für alleinstehende Männer in keinem Fall möglich, ein Kind zu bekommen. Russland wird daher im Allgemeinen nur heterosexuellen Paaren empfohlen- vorausgesetzt der Wunschvater trägt die genetische Last, da nur dadurch die Anerkennung der Elternrechte durch Adoption möglich ist.

Die Ukraine

Die Eigenschaften der Ukraine gegenüber Russland sind sehr ähnlich, auch wenn das ukrainische Recht im Vergleich zum Russischen in einigen Angelegenheiten strenger ist. Für deutsche gibt es zwei entscheidende Nachteile:

  • Für homosexuelle und alleinstehende Personen ist dort Leihmutterschaft verboten.
  • Die Eintragung des Kindes in das deutsche Standesamt erfolgt über Adoption seitens der Wunschmutter, nachdem die Vaterschaft anerkannt wurde.

Die Kosten sind günstiger als in Russland: zwischen 26.000 und 60.000 €.

Lesen Sie hier mehr über das ukrainische Recht in der Leihmutterschaft: Leihmutterschaft in der Ukraine.

Anforderungen des ukrainischen Rechts

Russland und die Ukraine teilen in der Leihmutterschaft einige Gemeinsamkeiten- die wichtigste darunter ist, dass dieses Land nur für heterosexuelle Paare in Frage kommt.

Der Wunschvater ist derjenige, der sein Sperma einbringt, während bei der Mutter ein medizinischer Grund vorliegen muss, warum sie nicht schwanger werden kann. Als Beweis wird eine deutsche ärztliche Bescheinigung benötigt.

Wie man die Elterschaft erhält

Bei Geburt des Babys werden zwei Dokumente an die Wunscheltern übergeben:

  • Das Geburtszeugnis mit dem Namen des biologischen Vaters und der Leihmutter
  • Die Verzichtserklärung der Leihmutter

Mit diesen Papieren können sie nur in der Ukraine das Baby als ihr Kind eintragen lassen. Da die Vaterschaft nicht mit einem Gerichtsurteil anerkannt wird, muss die Anerkennung des Kindes wie in Russland erfolgen: Und zwar mit einer Adoption.

Die Mutter kann die Schritte zur Adoption nur dann einleiten, wenn sie eine Verzichtserklärung der Leihmutter vorliegen hat, da das deusche Konsulat nur den Wunschvater und die Leihmutter als rechtliche Eltern anerkennt.

Voraussetzung ist deshalb, dass der Wunschvater die genetische Last trägt; andernfalls kann sonst das Baby in Deutschland nicht eingetragen werden. Deshalb ist eine Samenspende bei männlicher Infertiltät nicht möglich.

Zusätzliche Vorteile

Andere geschätzte Aspekte von deutschen Wunscheltern, die sich für dieses Land entscheiden, sind unter anderem:

  • Die Möglichkeit, eine Spenderin aus der Familie oder Freundeskreis auszuwählen. In anderen Fällen ist nur die anonyme Spende erlaubt.
  • Es besteht mit der PID (Präimplantationsdiagnostik) die Möglichkeit der Geschlechtsbestimmung.
  • Die Leihmutter kann keine Mutterrechte für sich beanspruchen.

Georgien

In Georgien ist die Leihmutterschaft nur verheirateten heterosexuellen Paare erlaubt; außerdem wird die Zustimmung des Partners benötigt. Die Behandlungskosten variieren zwischen 40.000 und 55.000 €.

Die Leihmutterschaft ist nur erlaubt, wenn bei der Frau medizinische Gründe vorliegen, die den Zugang zu dieser Methode rechtfertigen. Laut Artikel 43 Abschnitt B des Gesetzes sind mögliche Gründe: Fehlende Gebärmutter, Fehlbildungen oder medizinische Unfähigkeit.

Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu Georgien: Leihmutterschaft in Georgien.

Bei Georgien handelt es sich um ein weiteres Land, in welchem das Kind nur durch Adoption eingetragen werden kann. Im Folgenden erklären wir die Schritte dafür:

Eintragung des Kindes

Wenn das Kind geboren wurde, erscheint in der Geburtsurkunde weder der Name der Spender noch der der Spenderin: Die einzigen, die das Recht auf das Kind haben, sind die Wunscheltern.

Das Kind wird in Georgien direkt als Kind der Wunscheltern eingetragen ohne dass die Zustimmung oder der Verzicht der Leihmutter nötig ist. Es ist notwendig, das Kind als Ergebnis außereherlicher Beziehung einzutragen, damit der Vater die Anerkennung durch genetische Verwandtschaft bekommt und die Wunschmutter so die Adoptionswege einleiten kann.

Bei deutschen Wunscheltern ist es Pflicht, dass der Wunschvater seine genetische Last beiträgt, damit die Vorgehensweise als gültig bewertet und der Vater somit als rechtlicher Vater im deutschen Konsulat registriert werden kann.

Griechenland

In Griechenland ist die Leihmutterschaft für Ausländer seit Juli 2014 erlaubt. Die geschätzten Kosten liegen bei zwischen 70.000 und 80.000€. Außerdem sollte noch erwähnt werden, dass es verboten ist, der Leihmutter mehr als 12.000€ zu zahlen.

Was die Voraussetzungen betrifft, sollte die Wunschmutter einerseits jünger als 50 Jahre sein, und andererseits eine deutsche ärztliche Bescheinigung vorlegen, um zu belegen, dass eine Infertilität vorliegt oder Probleme bei der Empfängis vorhanden sind.

Bei Nichteinhaltung des griechischen Gesetzes, sowohl durch Einheimische oder durch Ausländer, wird eine Mindeststrafe von 2 Jahren und ein Bußgeld von 1.500€ oder mehr fällig. Informieren Sie sich näher hier: Leihmutterschaft in Griechenland.

Eintragung in das Zivilstandregister

Ein griechisches Gericht verhängt ein Urteil, um den Embryotransfer auf die Leihmutter zu genehmigen. Bislang war nicht bekannt, ob dieses Urteil die Anerkennung der Vaterschaft beinhalten würde oder nicht, wie im Falle der USA oder Kanadas.

Das deutsche Konsulat in Athen bestätigt, dass die Leihmutterschaft in Athen erlaubt ist und Kinder mithilfe eines Gerichtsurteils eingetragen werden. Aufgrund vorherig genannter Gründe ist Griechenland mit den Vereinigten Staaten oder Kanada eines der besten Länder für deutsche Eltern, da auch die Eintragung des Kindes vereinfacht wird.

Anerkennung bei alleinstehenden Müttern

Das griechische Recht schließt sowohl heterosexuelle Paare als auch alleinstehende Frauen als potenzielle ausländische Kandidaten ein. Im Gegensatz zu Russland können alleinstehende Frauen auch von dieser Methode in Griechenland Gebrauch machen - vorausgesetzt, die Anerkennung wird durch ein Gerichtsurteil zugeteilt.

Wichtig ist auch, dass durch die Eintragung mithilfe des Gerichtsurteils keine Anerkennung durch genetische Verwandtschaft nötig ist und somit auch kein männlicher Partner vorhanden sein muss.

Zusätzliche Vorteile

Griechenland liegt günstig und ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU). Gleichzeitig ist Griechenland ein beliebtes Reiseziel und der Aufenthalt kann auch für einen kleinen Kurzurlaub genutzt werden. Da Griechenland näher liegt als die vorher genannten Länder, sind die Reisekosten dementsprechend geringer. Als EU-Mitglied bietet das Land Deutschen und anderen Europäern Zugang zum Gesundheitssystem.

Kanada

Kanada bietet praktisch die selben Vorteile wie die Vereinigten Staaten, aber wird aus einem Grund nicht so häufig genutzt: Für Leihmütter gibt es dort strenge Vorgaben. Diese erklären wir im Absatz 6.3.

Wollen Sie mehr über Kanada wissen? Leihmutterschaft in Kanada: Ablauf und Kosten.

Familienmodelle und Anerkennung

Eine der wichtigsten Vorteile Kanadas ist, dass das Gesetz alle Familienmodelle miteinbezieht, sei es heterosexuelle Paare, homosexuelle oder alleinstehende Personen. Deshalb ist es für viele Wunschväter ein sehr attraktives Reiseziel.

Andere Vorteile welche die kanadische Gesetzgebung anbietet ist, dass die Anerkennung, genauso wie in den USA, über ein Gerichtsurteil erfolgt. Deshalb ist die Eintragung des Kindes im deutschen Konsulat viel einfacher.

Behandlungskosten

Die Leihmutterschaft in Kanada ist nur zu ausschließlich altruistischen Zwecken erlaubt, was bedeutet dass nur durch die Schwangerschaft entstandenen Kosten erstattet werden können: Pränatale Vitamine, Medikamente, Umstandskleidung, Reisekosten, etc. Die Gesamtkosten dort belaufen sich auf 60.000-100.000€. Es gibt zwei Gründe warum Kanada im Vergleich zu den USA günstiger ist:

  • Die Leihmutter wird finanziell nicht entschädigt.
  • Das öffentliche Gesundheitssystem Kanadas deckt die Behandlungskosten der Schwangerschaft.

Vermittler in diesem Prozess haben auch keinen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Ganz im Gegenteil- sie würden sich damit strafbar machen.

Wichtigste Nachteile

Die Tatsache, dass nur die Leihmutterschaft aus altruistischen Gründen erlaubt ist, sorgt dafür, dass die Anzahl der potenziellen Leihmütter sehr gering ist. Deshalb gestaltet sich die Suche nach einer Leihmutter als sehr kompliziert.

Deshalb ist Kanada nicht sehr beliebt, auch wenn sie zahlreiche rechtliche Vorteile bietet.

Die Leihmutterschaft ist die komplexeste Methode in der assistierten Reproduktion. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich in erfahrene Hände begeben. Wenn Ihnen keine vertrauenswürdige Unternehmen bekannt sind, zeigt Ihnen dieses Tool welche Länder für Ihr Familienmodell infrage kommen und stellt Ihnen einen personalisierten Bericht zur Verfügung sowie einen Kostenvoranschlag zur Orientierung.

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Fragen die Nutzer stellten

Warum ist nicht jedes Land für Deutsche geeignet?

durch Natalia Alvarez (projektmanagerin von babygest).

Erstens, weil es viele Länder gibt, in denen die Leihmutterschaft nur Staatsangehörigen des Landes erlaubt ist. Das bedeutet, dass jeder von Ausländern unterzeichnete Leihmutterschaftsvertrag ungültig und damit illegal wäre.

Zweitens ist es wichtig, nicht nur die Rechtsvorschriften des Bestimmungslandes, sondern auch die des Ursprungslandes, in diesem Fall Deutschland, zu berücksichtigen. Bei der Wahl eines Reiseziels ist zu berücksichtigen, wie die Kindschaft des Kindes zustande kommt und ob das deutsche Konsulat sie anerkennt, was von den Papieren abhängt, die uns im Herkunftsland ausgestellt werden, um Garantien dafür zu erhalten, dass es keine Probleme gibt.

Drittens und letztens, obwohl es in mehreren Ländern erlaubt ist, werden in der Regel nicht alle Familienmodelle akzeptiert. So gibt es zwar bei heterosexuellen Ehepaaren in der Regel keine Probleme, aber solange der Mann die genetische Last trägt, haben homosexuelle Paare und alleinstehende Männer tendenziell mehr Einschränkungen.

Warum wird die Leihmutterschaft alleinstehenden deutschen Müttern nicht empfohlen?

durch Natalia Alvarez (projektmanagerin von babygest).

Da die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist, erkennt das deutsche Konsulat nur die Vaterschaft dem Wunschvater an, wenn dieser beweist dass das Kind seine DNA trägt.

Da alleinstehende Frauen der männliche Part fehlt, werden sie nie die Anerkennung der Elternschaft des Kindes erlangen, da diese bei Frauen durch Geburt geregelt wird und nicht durch die genetische Verwandtschaft.

Wieviele deutsche Paare nutzen die Leihmutterschaft?

durch Cristina Mestre (embriologin).

Es gibt keine offizielle Statistik darüber, wieviele Deutsche durch Leihmutterschaft geboren werden, auch nicht darüber wieviele durch andere Methoden der assistierten Reproduktion geboren werden.

Welches Land wird von den Deutschen am häufigsten gewählt?

durch Cristina Mestre (embriologin).

Leihmutterschaft ist eine Technik, die in Deutschland nicht erlaubt ist, und zwingt viele Menschen, ins Ausland zu reisen, um ihren Traum von der Gründung einer Familie zu erfüllen.

Dies ist eine sehr teure Technik, so dass die Wahl des Landes, in dem diese Technik durchgeführt wird, normalerweise begrenzt ist.

Am meisten gefragt sind Russland und die Ukraine für heterosexuelle Paare und die USA für homosexuelle Paare oder alleinstehende Männer. Ebenso in Tschechien, Belgien und Polen ist Leihmutterschaft erlaubt und wird von Deutschen in Anspruch genommen.

Neuerdings erlaubt der Gesetzgeber auch in den Niederlanden eine Leihmutterschaft, sowohl für heterosexuelle als auch für homosexuelle Paare.

In welchem Land ist es am teuersten und günstigsten und warum?

durch Cristina Mestre (embriologin).

Das billigste ist immer noch Indien, aber das ist ein Ziel, auf das wir Deutsche nicht mehr zählen können. Russland und die Ukraine liegen mehr oder weniger in den gleichen Bereichen, d.h. zwischen 40.000 und 60.000 €.

Das teuerste Ziel sind zweifellos die USA, wo eine Leihmutterschaft in der Regel zwischen 100.000 und 120.000 Euro liegt. Der Unterschied ist leicht zu verstehen: Die Gesundheitsversorgung in den USA ist sehr teuer.

Die IVF in Deutschland liegt zwischen 3.000 und 5000 Euro, während sie in den USA zwischen 18.000 und 25.000 Euro kostet.

Im Falle von Russland oder der Ukraine sind die medizinischen Kosten günstiger. Daher können sie wettbewerbsfähigere Preise anbieten. Dennoch fragen Sie sich vielleicht, warum sich Menschen aus verschiedenen Gründen, einschließlich rechtlicher Garantien, immer noch an die USA wenden.

Die USA sind derzeit das einzige Land, das rechtliche Garantien gibt, die nicht nur die Vaterschaft ab dem Zeitpunkt der Geburt des Kindes zugunsten der Wunscheltern anerkennen, sondern auch durch ein Gerichtsurteil, das garantiert, dass dieses Baby auch in Deutschland als Kind seiner Eltern anerkannt wird, ohne dass die Leihmutter irgendwo erscheint

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Wie läuft die Anerkennung eines durch Leihmutterschaft geborenen Babys ab? Informieren Sie sich hier mithilfe dieser Artikel:

In diesem Artikel haben wir zahlreiche Länder erwähnt, in denen eine Leihmutterschaft für alleinstehende Frauen nicht möglich ist. Die Gründe dafür lesen Sie hier: Leihmutterschaft für alleinstehende Frauen.

Wenn Sie wissen wollen, wie die Rechtslage in anderen Ländern aussieht, lesen Sie sich diesen Artikel durch: Leihmutterschaft international.

Sollten Sie Fragen haben, was bei der Auswahl des Landes für eine Leihmutterschaft beachtet werden muss und wann manche Länder ausgeschlossen werden müssen, dann lesen Sie diesen Artikel: Wie entscheide ich mich für das richtige Land?

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Literaturverzeichnis

Autoren und Mitwirkende

 Cristina Mestre
Cristina Mestre
Embriologin
Abschluss in Biowissenschaften, Genetik und menschlicher Reproduktion an der Universität Valencia (UV). Master-Abschluss in Biotechnologie der menschlichen Reproduktion begleitet durch die UV am Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Embryologe am IVI Barcelona. Mehr über Cristina Mestre
 Natalia Alvarez
Natalia Alvarez
Projektmanagerin von Babygest
Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Alicante. Sie verfügt über mehr als 9 Jahre Erfahrung im Bereich der assistierten Reproduktion und war Schöpferin und Leiterin der ersten Messe für assistierte Reproduktion in Spanien. Sie ist die Direktorin von Babygest und ist eine Expertin auf dem Gebiet der Leihmutterschaft, weil sie in all diesen Jahren die Möglichkeit hatte, hunderte von realen Fällen von Paaren kennenzulernen, die Behandlungen für Leihmutterschaft durchgeführt haben, und kennt die besten Fachleute und internationalen Kliniken. Mehr über Natalia Alvarez
Auf deutsch angepasst von:
 Romina P.
Romina P.
Babygest Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die englische und deutsche Ausgabe von Babygest. Mehr über Romina P.

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