Leihmutterschaft für heterosexuelle Paare

durch (embryologin) Und (babygest staff).
Aktualisiert am 20/10/2016

Eltern durch Leihmutterschaft werden ist in der Regel die letzte Option für die meisten heterosexuellen Paare, die keine Kinder auf natürliche Weise bekommen können. Obwohl künstliche Befruchtung und In-vitro-Fertilisation in der Regel die ersten Schritte sind, gibt es Paare mit schwerwiegenden Fruchtbarkeitsproblemen, die die Leihmutterschaft als einzige Lösung für den Kinderwunsch sehen.

In diesem Artikel reden wir darüber, welche Schritte Pärchen unternehmen müssen, um ihren Kinderwunsch erfüllen zu können.

Beteiligung an der Leihmutterschaft

In einem Leihmutterschaftsprozess nennt man das Paar, das sich Kinder wünscht, Wunscheltern. Andererseits wird die Frau, die das Baby austrägt und zur Welt bringt, als Leihmutter bezeichnet. Eigentlich ist der Begriff Leihmutter falsch, da diese nicht als Mutter anerkannt wird.

Es bedarf des Willens beider Parteien, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Zukünftige Eltern sind diejenigen, die Eltern werden wollen und eine Behandlung einleiten. Die Durchführung wäre jedoch ohne die Mitarbeit der Frau, die sich bereit erklärt, das Kind zu gebären, nicht möglich.

Einige Beispiele für Situationen, in denen einige Paare diese Methode benötigen, sind:

  • Fehlende Gebärmutter, ob angeboren (Rokitansky-Syndrom) oder erworben (Gebärmutterentfernung oder Hysterektomie)
  • Krankheiten, bei denen eine Schwangerschaft ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit des Fötus oder der Mutter darstellen kann.
  • Uterusveränderungen oder Fehlbildungen.
  • Wiederholtes Scheitern der In-vitro-Fertilisation (IVF) aufgrund wiederholt gescheiterter Einnistungsversuche oder wiederkehrender Fehlgeburten.

Schritt für Schritt zum Kind

Der Leihmutterschaftsprozess besteht aus verschiedenen Phasen:

  • Auswahl des Landes in welchem die Leihmutterschaft durchgeführt werden soll, da diese in Deutschland nicht erlaubt ist.
  • Notwendige Experten beauftragen: Leihmutterschaftsagenturen im Zielland, Fachanwälte, Experten in der assistierten Reproduktion…
  • Auswahl der Leihmutter
  • Unterzeichnung von Verträgen und Dokumenten zur rechtlichen Einleitung der Behandlung
  • In-vitro-Fertilisation
  • Beschaffung der Unterlagen, die notwendig sind, damit die Vaterschaft anerkannt wird

All diese Schritte sind notwendig und unverzichtbar in diesem Prozess. Es gibt jedoch einen Faktor, der besonders kompliziert und wichtig für die Wunscheltern ist: Die Auswahl der Frau, die das Kind austrägt.

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Wenn Sie mehr Infos darüber haben möchten wie der gesamte Prozess abläuft, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel: Schritt für Schritt zur Leihmutterschaft

Auswahl der Leihmutter

Die Rolle der Agenturen besteht darin, den Wunscheltern zu helfen, die Leihmutter auf einfache und bequeme Weise auszuwählen. Im Allgemeinen verwalten diese Agenturen bei Bedarf auch die Spende von Eizellen und/oder Sperma.

Weil es sie beruhigt und sich dadurch auch sicherer fühlen, suchen sich viele Wunscheltern lieber eine Frau mit Erfahrung aus- das heißt, eine die diesen Prozess schon einmal durchgemacht hat. Andere haben jedoch nichts dagegen, sich für eine “Novizin” in der Leihmutterschaft zu entscheiden. In jedem Fall handelt es sich in der Regel um Frauen, die bereits mindestens ein eigenes Kind gehabt haben und daher wissen, was Schwangerschaft und Geburt sind.

Die Art und Weise, wie die schwangere Frau ausgewählt wird, hängt davon ab, an welchem Ort die Leihmutterschaft durchgeführt werden soll. Zum Beispiel ist in Kalifornien, der Ort an dem die meisten Leihmutterschaftsprozesse stattfinden, die Auswahl gegenseitig. Das bedeutet, dass sich die Wunscheltern eine Frau unter den Kandidaten aussuchen und diese sich bereit erklärt, für sie das Kind auszutragen.

Die Beziehung zwischen den Wunscheltern und der ausgewählten Leihmutter hängt von den Vorlieben beider ab.

Während die meisten Länder eine Auswahl aus mehreren Kandidaten anbieten, bieten nicht alle die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit ihnen. Es gibt andere Länder, an denen die zukünftigen Eltern die Leihmutter nicht persönlich kennenlern und bei der die Agentur für die Auswahl je nach Situation und Merkmale der Wunscheltern zuständig ist.

Fragen die Nutzer stellten

In welchem Land kann ein Paar eine Leihmutterschaft durchführen lassen?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Die Leihmutterschaft für heterosexuelle Paare ist in vielen Ländern gesetzlich erlaubt. Die häufigsten und diejenigen, in denen die meisten deutschen Paare dafür reisen, sind die Vereinigten Staaten, Kanada, Russland, Georgien und die Ukraine. In jüngster Zeit hat auch Griechenland seine Gesetzgebung erweitert und erlaubt nun die Leihmutterschaft für Ausländer.

Jedes dieser Ziele hat seine eigenen Besonderheiten. Um beispielsweise eine Leihmutterschaft in der Ukraine oder in Georgien durchzuführen, muss das Paar verheiratet sein. In Russland, den Vereinigten Staaten oder Kanada ist es jedoch nicht notwendig, verheiratet zu sein.

Ist nach 8 gescheiterten IVF-Behandlungen eine Leihmutterschaft möglich?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

Einer der Gründe, warum ein Paar auf Leihmutterschaft zurückgreift, ist das wiederholte Scheitern mehrerer Behandlungen in der In-vitro-Fertilisation (IVF).

IVF bietet zahlreiche Optionen oder zusätzliche Techniken zur Verbesserung der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit, wie z.B. PID oder Eizellen- und Samenspende. Sollte dies jedoch auch keine Schwangerschaft bringen, ist es vielleicht an der Zeit, die Leihmutterschaft in Betracht zu ziehen.

Warum ist in Deutschland keine Leihmutterschaft möglich?

durch Andrea Rodrigo (embryologin).

In Deutschland ist laut Embryonenschutzgesetz von 1991 die Leihmutterschaft verboten.
Somit wäre auch ein Leihmutterschaftsvertrag unwirksam und die rechtliche Mutter die Leihmutter.

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Literaturverzeichnis

Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie von der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten menschlichen Reproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
Babygest Staff
Chefredakteurin des Magazins Babygest auf Deutsch. Mehr über Romina Packan

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